Osnabrück wird Fahrradstadt
Die Stadt Osnabrück will den Radverkehr bis 2030 verdoppeln. Dafür entstehen in den nächsten Jahren breitere Radwege in der Innenstadt, und an vielen Kreuzungen bekommen Radfahrende eigene Ampeln.
Nicht alle sind begeistert. Manche Geschäftsleute befürchten, dass die neuen Radwege Parkplätze kosten und dadurch weniger Kundschaft in die Läden kommt. „Wer schwere Einkäufe macht, kommt nun einmal mit dem Auto“, sagt ein Buchhändler aus der Altstadt.
Eine Studie aus den Niederlanden kommt allerdings zu einem anderen Ergebnis: Radfahrende kaufen zwar pro Besuch weniger ein, kommen aber deutlich häufiger und geben deshalb im Monat insgesamt mehr Geld aus als Autofahrende.
Zusätzlich plant die Stadt überdachte Abstellplätze am Hauptbahnhof, damit mehr Menschen Rad und Bahn kombinieren. Die ersten Abschnitte sollen im kommenden Frühjahr fertig sein.